GRAPHIC RECORDING | EINE KLEINE EINLEITUNG 

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Ein Bild sagt mehr aus als 1000 Worte... 


Möchten Sie noch seitenlange Protokolle nach einer Veranstaltung lesen oder lieber ein Bild, das alle Kernaussagen enthält?

Das Graphic Recording ist ein visuelles Protokoll, das während Ihrer Veranstaltung (Workshops/Seminars/Vortrages) von einem Graphic-Recorder gezeichnet wird. Im folgenden Blog gebe ich Ihnen eine kleine Einleitung entlang 7 Fragen, die beantwortet werden. Diese soll Ihnen helfen ein Grundverständnis zu dem Begriff zu erhalten.

 

1. Was ist ein Graphic recording?

Ein Graphic Recording ist ein visuelles Protokoll einer Veranstaltung/Workshop/Konferenz, das live gezeichnet wird.

Synonyme hierzu sind: Visual recording oder scribing. Der/Die Graphic Recorder sind überwiegend neben der Bühne oder an der Seitenwand der Veranstaltung und zeichnen schweigend mit, sie hören hoch konzentriert zu und entscheiden, welche Keyaussagen am besten genommen und in Bildideen umgewandelt werden. Da es eine live Veranstaltung ist, ist ein schnelles Zeichnen unabdingbar, um den Content mitzuschneiden.

Nicht zu verwechseln mit Visual Facilitation, die eine Methode ist, einen Gruppenprozess als Moderator aktiv visuell mit zu begleiten.  Was ein Graphic Recording nicht ist-->  ein 1:1 Protokoll! Dies kann und soll ein Graphic-Recording auch nicht leisten.
Die Kernleistung liegt in der Kompetenz des jeweiligen Graphic Recorders,
Gehörtes schnell aufzufassen und "Kernbotschaften" in Bild und Textkombination wiederzugeben. 


Kommen wir zu den Arten von Graphic Recordings. Je nach Bedarf können analoge oder digitale Graphic Recordings erstellt werden. Der Stil variiert dabei, enthält jedoch stets Bild + Text Variationen. 

Um einen Eindruck über den Stil zu erhalten, schauen Sie unten in der Bildergallerie einfach nach.
Die grundsätzlich zwei Arten der Ausführung sind: 

 

a. Analog (Stift+Papier): Papierleinwand von 1,20 Meter bis zu 7,0 Meter Breite, bei mehrtägigen Veranstaltungen. 

Vorteil: Dem Graphic Recorder kann in den Pausen über die Schulter geschaut werden, es hat einen künstlerischen Touch, aufgrund des Miterlebens der Teilnehmenden am Werk.

Oft entstehen am Werk Gespräche mit den Teilnehmenden, die ihre Perspektive einbringen können.

Nachteil: virtuelle Teilnehmende erleben das Entstehen nicht mit.

 

b. Digital (i-pad): Mit dem Ipad verbunden über Apple TV und Leinwand.

Vorteil: Beim digitalen Graphic Recording können bspw auch virtuelle Teilnehmende das Entstehen miterleben.  Korrekturen sind viel einfacher möglich.

Nachteil: Bei Projektion auf einer großen live- Leinwand könnte es zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Eine sehr gute Abstimmung der Technik vorab ist Voraussetzung.

 

2. Was ist das Ziel?

Das Graphic Recording überträgt Keyaussagen in Bilder und Schrift. Die Teilnehmer/innen können anhand des Graphic recordings sehr gut reflektieren und die Kreativität wird durch die Illustration angeregt.

Themen werden wirkungsvoll durch Bilder in Szene gesetzt. 

Teilnehmende können sich besser erinnern an die Inhalte der Vorträge durch die Bildunterstützung.
Besonders bei vagen oder schwierigen Themen ermöglichen die Bilder einen Austausch der Teilnehmenden ohne Hemmschwelle.

Gerne wird das Graphic Recording auch genutzt, um Organisationsprozesse visuell zu begleiten. Diskussionen von einzelnen Arbeitsgruppen ergeben am Ende ein Gesamtbild.

 

 

3. Wie läuft so ein Graphic Recording ab?  

Ihre Veranstaltung wird "live" illlustriert. Je nach Wunsch wird das Publikum mit einbezogen. Es findet ein Vorbriefing Gespräch statt, bei dem Ziel, Inhalt und Rahmenbedingungen geklärt werden. Sie erhalten Infos darüber, was für ein Raumsetting erforderlich ist und auf was man achten sollte.

 

Dabei ist es sinnvoll, Unterlagen zu Keynotespeakern oder zum Thema vorab auszutauschen, so dass der Graphic Recorder eine gute Vorbereitung vornehmen kann. z.b. können schon Überlegungen zu kleinen Bildideen gemacht werden oder ein Gesamtbild skizziert werden.

Das Graphic Recording startet i.d. R. mit dem ersten Vortrag Ihrer Veranstaltung und endet zum Zeitpunkt des Abschlusses der Veranstaltung. Es kann der Zielgruppe bspw. als Abschlusswort präsentiert werden. Mit der Verbreitung des Bildes via Intranet oder Unternehmenskommunikations

kanälen wird das Thema der Veranstaltung nachhaltig verankert und verbreitet. Es gilt, je kürzer die Veranstaltung desto weniger Content spiegelt sich im Graphic Recording und damit auch in der Breite, und vice versa.

 

Timeline Beispiel:

  • Kontaktaufnahme mit Graphic Recorder. Briefing zum Ziel des Bildes (2.5 - 3 Wochen vor Veranstaltung)
  • Zusendung der Powerpoints von Speakern, Speakerprofile und Fotos/Link zu Websites, Agenda (wichtig) (2 Wochen vor Veranstaltung), Fotos vom Veranstaltungsraum
  • Bestellung des Settings: 1 Beistelltisch. 1 Stuhl. Wand (Notfallkorridor beachten)
  • Begehung des Veranstaltungsraum für Graphic Recorder ermöglichen (Vorabend/2 Std vor Veranstaltung)

 

4. Was sind die Vorteile?

 - Sehr hohe Aufmerksamkeit und  Fokussierung auf das Thema, sowie

   Motivation der Teilnehmenden weiterzudenken

- Ideenfindung mit der Zeichnung

- komplexe Zusammenhänge einfach dargestellt (z.B. Prozesslandschaft)
- Bildhafte Darstellung kann bei schwierigen/problematischen Themen  Hemmschwellen lösen, der Austausch zwischen den Teilnehmenden wird gefördert.
- Bildhafte Darstellung kann bei unbestimmten/vagen Themen die Kreativität fördern

- Produktivität von Meetings/Veranstaltungen werden nachweislich kreativ gefördert

- Social Media Liebling: Das fertige Bild kann intern aber auch extern (linked in, Facebook, Online -Magazine) genutzt werden, um  angesprochene Themen nachhaltig wirken zu lassen.

-keine seitenlange Protokolle, sondern alles in "1 Bild"

 

 

5. Was kostet ein Graphic Recording und wie lange dauert es?

Die Dauer richtet sich nach der Veranstaltungsdauer. Dies kann von 1 bis 5 Tage, je nach dem aktuellen Bedarf sein. Die Kosten bestehen aus einem Tageshonorar und den Reisekosten. Die Peisspanne auf dem Markt bewegt sich zwischen 700€-2200€. Ausschlaggebend für einen hohen Preis ist der Bekanntheitsgrad und der bestimmte Stil des Anbieters. Der Graphicrecorder bringt alle Materialien mit sich (Papier, Stifte, etc.). Es sind aber auch andere Variationen denkbar. Z.B. werden Materialien zzgl. berechnet oder teilweise vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt.

Da für das Graphic Recording bestimmte Materialien genutzt werden (Stifte, Spezialformat Papier, etc.) wird dies i.d. R. der Graphic Recorder vorbereiten.


--> Link zu den Preisen

 

6. Auf was sollte ich achten, bei der Auswahl  von Graphic Recordern?

Um ein qualitativ gutes Graphic Recording zu erhalten, lohnt es sich bei der Investition die Sie tätigen, einige Fragen zu beantworten:

-Welche Sprache wird in den Vorträgen genutzt, welche spricht der Graphic Recorder? 

-Welchen Stil hat das Graphic Recording ? (lassen Sie sich Beispiele geben, um einen Eindruck zu erhalten, die Stile variieren stark
-Welchen Themen Background hat der Graphic Recorder? - hilfreich sind Berufserfahrung aus ähnlichen Themengebieten
-Wie berechnet der Graphic Recorder den finalen Preis inkl. Materialien?

 

7. Was ist der Unterschied zu Sketchnotes?
Sketchnotes sind "visuelle Notizen".

Sie kombinieren Wörter und Bilder und helfen dabei Ihre eigenen  Gedanken, Aussagen, Gespräche zu visualisieren. Sie werden angewandt für Reisejournale,

Meeting Skizzen, kleinere Vorträge, Zusammenfassung eines Themas.

Sketchnote fungieren als visuelle Notizen über eigene Gedanken oder fremde Gedanken, Aussagen.

Grössenordnung: Notizbuchformat bis zur Flipchartgrösse

 

Graphicrecording: visuelle Notizen simultan zu Meetingdiskussionen, Konferenzbeiträge, Medienbeiträge, etc. Von der Grössenordnung her i.d. R. breiter als 1.2 Meter und kann bis zu mehreren Metern erweitert sein. 


Bildlich dargestellt könnten mehrere Sketchnotes tatsächlich ein Graphic Recording in Summe darstellen.


Noch Fragen offen?

Gern stehe ich zur Verfügung bei weiteren Fragen.


Wenn Sie Interesse haben selbst den Stift in die Hand zu nehmen und mit ein paar Techniken die visuelle Gestaltung zu verbessern, gibt es für den Einstieg Sketchnote Workshops. Sie finden diese an fast allen Bundesländern angeboten, von privaten Anbietern oder auch öffentlichen wie die VHS. 

Auf Cultureartist werden derzeit zweierlei Workshops angeboten: 

1. Visual Basecamp I für Sketchnotetechnik (kleinere Sketchnotes auf max DIN A4) und

2. Visual Basecamp II für die Anwendung von Sketchnotes auf Flipchartformat. 

Kontakt

 

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jetzt unter: 


michaela-moon@t-online.de oder

  

Enjoo Michaela Moon

Frankfurt am Main * Berlin * Potsdam 

 

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